Regattaberichte



Dirk und Jürgen beim Wintertraining
23-24.07.2011 Landesmeisterschaft der OK Jollen vor Staad
21-22.08.2010 1. Internationale Staader OK- Jollen- Regatta
19-20.06.2010 Bodensee Cup
17-18.04.2010 Einhandcup Silbersee
41. Davoser OK-Meeting
20-21.06.2009 Bodensee Cup
Bericht zu 40 Jahre OK Regatta in Davos
Bericht vom 2. Einhand Cup am Silbersee
Die Entstehung der Trophy
Imperia Cup, 15. / 16. September
39. Davoser OK-Meeting, 11. / 12. August
Bodensee Cup Überlingen 23. / 24. Juni
Einand Cup Silbersee


Dirk und Jürgen beim Wintertraining



Im Winter rund Elba…
Wintertraining auf dem Revier, wo die Inseln nach mediterranen Urlaubserinnerungen, regionalen Spezialitäten und traumatischen nautischen Erfahrungen benannt werden…
Gewissermaßen ist der Otterstädter Altrhein das Zentrum der Welt. Von hier wurden durch die Anbindung an den Rhein als internationalem Gewässer Weltumsegelungen gestartet und beendet. Mehrere Deutsche Meister haben hier segeln gelernt. Hier gibt es Elba, die Insel mit dem Strommast, berüchtigte Wendemarke (ähnlich wie Fastnet-Rock) beim „Blauen Band von Otterstadt“, die „Leberwurstinsel“, die „Schweinebucht“ (FKK) und das „Hungerloch“ (da werden Revierunkundige während der Regatta hineingelockt). Wir haben nun mal nichts anderes zum Training und die Erfahrung zeigt, am Trainingsrevier liegt’s nicht, wenn’s in der Saison nicht läuft, eher am Trainingseifer. Nicht immer stürmt es in den Wintermonaten, aber manchmal doch, und dann wurde auch schon mal die Wassertemperatur von mir getestet. Dagegen: wie viele Wettfahrten wurden schon zur „Kehrein“ in Haltern bei weniger Wind gestartet und auch darauf kann man sich vorbereiten. Kommentar von Charly: „Ihr habt den Kahn doch auf’s Eis geschoben, so glatt sieht der See aus…“ Jedenfalls waren die Wintermonate 2012 / 2013 hoffentlich der Auftakt einer neuen Aktivität hier zwischen Leberwurstinsel und Elba. Zunächst mit zwei Oks und einem Finn, ohne warme Duschen hinterher (die sind nämlich nicht frostsicher und deshalb abgeschlossen), dafür mit ausreichend ASB (AfterSailBeer) und Glühwein im Clubheim, anschließendem Treffen auf dem Weihnachtsmarkt, um die Füße wieder warm zu kriegen und Testung der neuen Segel vom Segelmacher unseres Vertrauens. Die Veranstaltung ist ausbaufähig. Ein Motorboot wäre vorhanden, ein Camcorder um Trimm und Taktik auszuwerten und letztenendes muss man sagen, dass man auf dem Wasser nicht friert, sondern allenfalls vor dem Training. Wir hoffen, im nächsten Winter die Teilnehmerzahl ausbauen zu können. Gäste sind herzlich willkommen, Platz für die Boote ist ausreichend vorhanden.
Jürgen
GER 643


LM BW & 2. OK-Jollenregatta in Konstanz / Staad am 23 + 24.07.2011

OK-Jollenregatta


Im Vorfeld zur Baden-Württemberg Landesmeisterschaft der OK-Jollen war zunächst einmal etwas Geduld angesagt. Mühsam und in vielen Telefonaten hatte Zipfi dann doch noch 11 Teilnehmer zur Regatta überredet, wobei alleine 6 Schiffe vom ausrichtenden Verein an den Start gingen.
Der Wetterbericht für den Bodensee hat für das Regattawochende viel Regen, etwas Sonne und Wind zwischen 2-3 Bft vorhergesagt. Aus der Vorhersage wurde dann auch Wirklichkeit: viel Wasser von oben, wenig Sonne und Wind, welcher gleichzeitig aus mehreren Richtungen zu blasen schien. Naja, immerhin war die Klamottenfrage schnell geklärt, auf jeden Fall wasserdicht…
Am Samstag ging es dann nach der freundlichen Begrüßung durch den Regattaleiter Thomas Drexler auf den See. Es folgten 4 Wettfahrten die, sowohl den Seglern, wie auch dem Regattaleiter und seinem Team alles abverlangten. Kaum waren die Tonnen gesetzt, drehte der Wind, somit waren fast nur verkürzte Kurse am Samstag möglich. Dazwischen baute sich auch ein klassischer "Ansauger" einer Wetterfront auf, welcher mit einem gewaltigen Regenschauer über die Segler hinwegzog. Nach dem Regen hellte es aber immer wieder auf, Zeit genug um die Schwimmbrille für die nächste Wettfahrt zu putzen…

Die einzige Beständigkeit der Wettfahrten war Stefan Haage, 5 Läufe = 5 x Bug ganz vorne. Da er aber in der 1. Wettfahrt knapp aber deutlich am Ziel vorbei gefahren ist, und somit als letzter gewertet wurde, stand am Ende der Sieger fest.
Lokalmatador Stefan "Zipfi" Bleich hatte seinen Bugmagneten am Heck von Stefan Haage ausgerichtet und ist im immer dicht gefolgt (Naja fast, einmal bin ich vor Zipfi als Zweiter ins Ziel gefahren). Dieses eine Mal hat zum Schluss auch meinen 3. Platz ausgemacht, den ich, obwohl punktgleich mit Klaus "Kläuser" König bis zum Schluss verteidigt habe. Da ich im letzten Lauf eine "Vorwindbadeeinlage" gegeben habe stand mein Streicher somit auch schon fest.

Fazit: OK-Jollen-Regatta in Staad ist toll und ich möchte alle OK-Segler einladen im nächsten Jahr zu uns zu kommen. Hier gibt es eine tolle Lokation, mit einem schönen Clubhaus, einem kompetenten freundlichen Regattaleiter, und einem super Regattateam.
Bis zum nächsten Mal
Hanns "Grünspan" GER 627

Ergebnisse



Bericht von der 1. Internationale Staader OK- Jollen- Regatta

Starkwindvorhersage und Sturmwarnung zur 1. Internationalen Staader OK - Jollen Regatta
war an diesem Wochenende nicht zu erwarten. Eher wurde schönes Wetter mit wenig Wind vorhergesagt was letztendlich auch so eintraf.
Am Samstagmorgen hatte Stefan und Kläuser ein kleines Frühstück für die schon am Freitagabend angereisten organisiert. Bei herrlichen Sonnenschein und angenehmer Temperatur saßen wir gemütlich auf der Terrasse des direkt in den Bodensee gebauten Vereinshauses des Segel-Vereins Staad. Nach einem kurzen Zwischenschläferchen zur Aufarbeitung des Freitagabend, erfolgte dann das Warten auf Wind. Da der Verein gleich neben dem Fährhafen liegt konnte man hier das bunte Treiben der Touristen und die ankommenden und abfahrenden Fähren bei einem kühlen Blonden beobachten. Durch die außerordentlich guten Revierkenntnisse der Wettfahrtleitung wurde aber schließlich ganz in der Nähe eine Ecke des Bodensees ausgemacht in der es zumindest thermische Winde hatte. Kurzerhand wurde ein Schlepp zusammen gestellt und ab ging die Post.
Wettfahrt

So konnten am Samstag zwei Wettfahrten gesegelt werden bei denen sich immer das gleiche Bild abzeichnete, Stefan gewann vor Christian und meiner Wenigkeit. Für eine dritte Wettfahrt reichte dann auch der thermische Wind nicht mehr aus und so wurden wir wieder in den Hafen zurück geschleppt.
nach der Wettfahrt
Schlepp nach Staad

An diesem lauen Sommerabend gab es dann auf dem alten Dampferanlegesteg (sozusagen direkt auf dem Bodensee) des SVS Gegrilltes und jede Menge Freibier. Zur musikalischen Untermalung konnte Stefan die Band "Linzgau-Echo" verpflichten welche zu 50% aus OK-Seglern (4 Mann, davon Reimar Minde Kontrabass, Hanns Lattner Mandoline) des Segel - Vereins Staad besteht.
Linzgau-Echo

Eine Polizeistunde gab es für diese Band nicht, es wurde gespielt bis keiner mehr zum zuhören da war und das war erst als es schon Sonntag war. In den Morgenstunden gab es dann wieder ein lecker Frühstück. Zwischenzeitlich hat sich dann auch der dichte Nebel über dem Bodensee verzogen und es folgte wieder das hoch motivierte kollektive Warten auf Wind. Leider führte dies aber nicht zum Erfolg so dass es bei den zwei gesegelten Wettfahrten blieb. Eine tolle Veranstaltung die Stefan hier mit seinen Leuten mit viel Engagement organisiert hat und an dieser Stelle auch noch mal ein großes Dankeschön. Im nächsten Jahr wird hier die Landesmeisterschaft für Baden-Württemberg ausgetragen, was natürlich für die Aktiven sehr interessant wird da wir diesmal auch Wind bestellt haben. Aber auch für mitreisende Partner oder die Familie bieten sich interessante Alternativen wie z.B. mit der Fähre nach Meersburg an das andere Bodenseeufer zu fahren, eine ausgedehnte Radtour, Shopping in der nahegelegenen sehr schönen Innenstadt von Konstanz oder einfach nur Relaxen und die schöne Umgebung des Bodensees genießen um nur einige der Möglichkeiten zu nennen. Eine Reise lohnt sich also auf jeden Fall, der Süden erwartet euch.
Dirk (GER 688)



Bericht vom Bodensee Cup 19-20.06.2010

Die Wetterlage versprach nichts tolles und das Skandinavientief 'Friederike' lenkte von Nordwesten feucht-kühle Luft nach Deutschland. Am Samstag war es bedeckt und viele dunkle Wolken zogen durch, hin und wieder regnete es.
Nach der Begrüßung durch J. Stadler, SGÜ, Wettfahrtleitung, war erst einmal warten angesagt. Zu recht ließen sie uns lieber erst einmal an Land auf den angesagten Wind warten. Erst gegen Abend versprachen wieder dunklere Wolken und die auf der gegenüberliegenden Seeseite leicht in Bewegung kommende Segler von einer anderen Regatta, eine Möglichkeit, vielleicht doch noch eine Wettfahrt hinzubekommen. Es blieb leider bei einem Versuch! Wie schon den ganzen Tag, war nach einem Schauer und dem Durchzug der Wolken wieder Flaute angesagt und wir trieben Nass ans Land zurück. Der Ansturm auf das Buffet, den Grill und die Theke war groß. Mussten doch sechzig hungrige Steuerleute und andere Gäste bedient werden. Die selbst gemachten Salate, Desserts, Kuchen und das von einem Profi zelebrierte grillen am offenen Lagerfeuer versprach gutes und nicht zu wenig. Alle Achtung und Dank den Köchen und Helfern. Hervorragend gegrillter Lachs in Buchenfurnier-Rolle, Garnelen- Kokos-Spieße, gegrillte Rinder-Hackbällchen, Sperrrips und Steaks und alles satt. Nach einem Stückchen Kuchen, einem Tiramisu und einem Espresso hatte nur noch ein bis zwei Rothaus platz.
Unsere vorwiegend jungen Mitstreiter auf den anderen Klassen haben anscheinend nicht das Sitzpolster wie die Senioren von der OK-Klasse und so konnten wir den Abend im Clubhaus ruhig ausklingen lassen. Wie auch spaß halber Hanns, unserer Newcomer mit GER 627 meinte, ist die Veranstaltung nicht unbedingt für Leute über fünfzig und verwies auf die stark verkleinerte Ausgabe der Segelanweisung, die vielleicht im Schriftgrad sieben ohne Brille schwer zu lesen war.
Gegen Abend zeigte sich sogar die Sonne und verschwand dann aber bald nach einem kurzen Abendrot.
Ein Tipp: Ich habe meine Lenzklappe mit Vaseline dicht bekommen. Mein besonderer Tipp ist aber, behalte das für dich. Die Apothekerin hat es schmunzelnd geglaubt und für deine Segel-Kameraden ist es nichts neues, aber intelligente Sprüche zum Thema sind noch nicht alle gesprochen.
Durch das schon lang anhaltend schlechte Wetter und den steigendem Wasserstand hatte der See die erreichte Badetemperatur wieder verloren. Allein vom Freitag Mittag bis Sonntag stieg der See um ca. 25cm. Allerdings war keinem nach baden eher nach einer heißen Dusche.
Während des Wartens hatte ich meine Waldbeere GER 706 nicht abgedeckt. Ich musste vor dem Auslaufen jede menge Regenwasser lenzen. Meine Klappe war ja jetzt dicht und ich konnte sie danach auch wieder schließen, nur nicht genau feststellen woher das ganze Wasser wieder kam. Alles von oben oder auch von unten?
Der Sonntag brachte bedeckten Himmel bei wechselnd starker Bewölkung ab und zu Regen. Die Höchstwerte lagen bei nur 15 Grad. Die Temperatur sank nachts auf 10 Grad.
Nach einem ausgedehnten reichlichen Frühstück im Clubhaus konnten wir es wieder entspannt angehen. Nach längerem Warten konnten wir doch noch zwei ganze Wettfahrten zählen. Bei schwachen und drehenden Winden war es nicht einfach die Konkurrenz im Auge zu behalten. Kurz waren sie klar achteraus dann tauchten sie nach der Wende und umgekehrt wieder vor dir auf. Mein direkter Konkurrent um die Punkte in der zweiten Wettfahrt war Dschingis. Auf dem letzten Vorwindkurs habe ich ihn in Luv klassisch abwehren können, dann aber nach vergebener Mühe hatte er in Lee fraglich direkt neben mir eine Abkürzung gefunden. Alexander, weit abgeschlagen, schob sich mit einem Privatwind auch noch beängstigend nahe kommend hinter mir ins Ziel.
Stefan alias Zipfi zeigte uns mit seiner "ImmerBlau" anscheinend unbeeindruckt wo wir hin fahren mussten. Er erzielte dann auch verdient und unangefochten den 1.Rang.
Nach der Siegerehrung mit wieder tollen Preisen für alle und gut gestärkt mit einem kleinen Resteessen konnten wir sogar im trockenen unsere Boot-le verladen. Mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen zur neuen Bodensee OK-Regatta in Konstanz - Staad und der Hoffnung auf eine größere Beteiligung im nächsten Jahr, ging es dann wieder auf die Heimreise.

Juni 2010    Reimar Minde     "Waldbeere" GER 706



Bericht vom Einhandcup am Silbersee 17-18.04.2010

Ich hatte es Dirk D. aus M. hoch und heilig versprochen in diesem Jahr zu Silbersee zu kommen, und so wurde ich doch nervös, als meine " Pimp my Boat" Versuche im März ein wenig aus dem Ruder liefen. Ich musste wegen technischer Schwierigkeiten schon das Ostersegeln in Lauersoog auslassen, für das Kölsche Rennen war der Aal auch noch nicht startklar. Am Freitagabend vor dem Silberseerennen war ich aber mit dem Gröbsten durch und machte mich am Samstagmorgen auf in den Süden. Es war eine sehr entspannte Anreise über relativ freie Autobahnen, dass war ich von den überwiegend in den Norden führenden Regatten gar nicht mehr gewohnt. In Bobenheim- Roxheim ankommen wurde es für mich als Ortsunkundiger dann doch ein wenig verzwickt, ich bin ein paar Mal zwischen Clubhaus und See hin und her gefahren, bis ich schließlich die Einstiegsstelle zum See fand. Ich war mal wieder spät dran und musste auch noch das laufende Gut neu zusammentüddeln, aber Dirk drückte mir erstmal ein Bier in die Hand und nahm so die Hektik aus dem Spiel. Ich baute also in Ruhe auf, bezahlte mein Startgeld im Startbüro, welches aus einer Bank und einem Tisch im Schatten eines alten Baumes bestand. Dann ging es zusammen mit Lasern und Seggerlingen bei flauem Wind auf den überschaubaren Silbersee.
Lokalmatador

Es wurden am Samstag drei Wettfahrten gesegelt, der Wind war dabei eher schwach bis kaum vorhanden, die Richtung variierte regelmäßig. Das sollten ja eigentlich Bedingungen sein die ich aus Haltern kenne, aber den ersten Lauf gewann der Flexer gefolgt von einem immer stärker werdenden Terrier. Dieser setzte sich dann auch im zweiten Rennen durch und verwies den Lokalmatador Dirk auf den zweiten Rang. Im dritten Lauf lag ich selbst dann plötzlich auf der Zielkreuz recht komfortabel vorn, aber ein böser Dreher ließ mich immer weiter abfallen, während Stefan und der Terrier plötzlich einen Anlieger auf die Ziellinie hatten. Ich legte schließlich eine beherzte Wende hin und trieb verkrümmt auf dem Vorschiff liegend auf Steuerbord auf die Ziellinie zu. Nach einer gefühlten Ewigkeit traf ich dann kurz vor dem Zielschiff auf den mit Backbordbug segelnden Stefan Bleich , der die Linie eng am Zielschiff passieren wollte. Ich hatte die Wahl hinter ihm zu wenden und den sichern zweiten Platz einzufahren ( der Terrier war noch etwas weiter weg), oder auf Sieg zu fahren und Stefan zu unterwenden. Obwohl es zum Zielschiff ein wenig eng war, entschied ich mich für Sieg, bereute diesen Entschluss aber schon Sekunden später. Denn mein Rumpf passte zwischen Stefans Boot und dem Zielschiff zwar locker durch, aber mein Mast hakte sich bei der Wende mal so richtig in den Flaggenmast der Wettfahrtleitung ein. Da ging gar nichts mehr, ich wurde blass, weil ich mein nagelneues Greensegel schon nach dem ersten Einsatz unter der Nähmaschine sah, die Wettfahrtleitung, weil ich mit dem Segel die Sicht auf die Linie blockierte. Und so langsam trudelten doch einige ins Ziel. Nach einigem Gezerre an Mast und Segel kletterte ich über mein Vorschiff an Bord des Zielschiffs, stellte mich höflich vor und es gelang mir letztendlich doch mein Rigg zu befreien. Dabei trieb mein Rumpf allerdings ab und um die Show perfekt zu machen sprang ich hinterher. Das Lachen der Pfälzer habe ich heute noch im Ohr.
Abends saßen wir dann am Klubhaus in gemütlicher Runde zusammen und wurden mit Getränken und leckerem Flammkuchen bewirtet.
Zusammen

Da es viel zu besprechen gab, wurde es ein langer und sehr lustiger Abend. Am Sonntag gab es dann ein gutes Frühstück und wir wurden wieder auf die Bahn gebeten. Den letzen Lauf konnte ich für mich entscheiden und ich segelte mit gebührendem Abstand vom Zielschiff über die Linie, vorbei an einer immer noch grinsenden Wettfahrtleitung. Wenngleich auch die Windverhältnisse nicht optimal waren, habe ich es doch keine Sekunde bereut zum Silbersee gefahren zu sein.
Sieger

Die Rheinland Pfälzer waren sehr freundliche und humorvolle Gastgeber und man hatte auch die Gelegenheit mal wieder mit der Bodenseefraktion ein Bier zu trinken. Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.
GER-730
Der Aal

Ergebnisse:
Ergebisse



Bericht vom 41. Davoser OK-Meeting

Der Berg ruft…..oder das 41. OK Meeting in Davos.

Tja nun ist es soweit…ich darf das erste Mal als dritter Deutscher den Bericht schreiben. Letztes Jahr, die Deutsche, war ja nur aufgrund meiner guten Freundschaft zum Wettfahrtleiter.

Wieso fährt man von Hamburg nach Davos um eine Wochenendregatta zu segeln? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich so einige. Die Lösung ist ganz einfach. Sönke hat mein Boot nach Schweden gebracht, damit Karl Purdie ein loch rein fahren konnte und Dirk war so nett mir anzubieten den Kahn nach Davos zu bringen. Somit war für mich klar, dass ich den Weg in die Berge ordentlich schnell erledigen konnte. Ohne Boot geht's ja doch viel schneller und zurück geht der Kahn halt Huckepack aufs Dach. Irgendwie gefiel mir die Lösung, vor allem vor dieser wahnsinnigen Bergkulisse mal zu segeln und so nahm ich das Angebot von Dirk dankend an.

Später in den Kalender geschaut viel mir auf, dass der Termin hätte auch gut 2 Wochen eher sein können, denn mein Urlaub führte durch die Alpen und so hätte ich den Kahn super auf der Rückfahrt mitnehmen können. Urlaub war aber eben 2 Wochen früher und deshalb war die ganze Aktion sprittechnisch nicht sehr umweltfreundlich.

Nach 9 Stunden Fahrt angekommen in Davos empfing mich gleich noch so ein Verrückter. Der Fruchtzwerch stellte das Empfangskomitee. Und so wurden die ersten Gerstenkaltschalen geleert. Dirk kam dann gut 30 Minuten später gegen 22 Uhr an und beteiligte sich an der Bierleerung bis in die Nacht hinein. Sternegucken in Davos ist irgendwie anders als in der Großstadt. So was kenn ich ja gar nicht. War richtig toll. Am nächsten Morgen aufgewacht, der See spiegelglatt schliefen noch fast alle, machte ich mich erstmal ans Boote auspacken und als der Rest Bande das Sonnenlicht erblickte war mein Dampfer schon fast Segelklar.

Ich wurde dann zunächst von den Einheimischen über die Wettergegebenheiten dieses Reviers informiert, was auch bitter nötig war, denn wenn morgens der See Spiegelglatt so idyllisch vor sich hin schaut kann man nicht wirklich glauben, dass ab 12 Uhr der Wind auf Knopfdruck tatsächlich wie aus dem Nichts auftaucht. Ich dann schnell in die Plünnen, denn mir war klar, dass es sich hier um ein Revier mit speziellen Eigenheiten handelte und diejenigen, die schon öfter hier waren bestimmt Vorteile haben werden. Die Bahn also ein paar Mal rauf und runter gesegelt. Irgendwann kommt man kurz vor der Luvtonne in so einen Windtrichter, der das Segeln zur Luvtonne zu einem Glücksspiel macht. Jedenfalls schien mir der Wind aus ziemlich allen Richtungen zu kommen. Das bestätigte sich dann später auf den Wettfahrten auch mehrfach, häufig aber auch vor allem schmerzhaft. Ist man zwei Drittel der Kreuz gut voran gekommen, hat einen schönen Abstand, kann man sich gewiss sein, wenn man nicht wie der Illers permanent den richtigen Riecher hat, von dem einen ganz rechts, oder umgekehrt vom anderen ganz links eingeholt zu werden. Jürgen hat tatsächlich in fast jeder Wettfahrt einen unglaublich treffsicheren Windriecher gehabt. Hut ab.

Auch das Starten in Davos hat etwas ganz besonderes. Das Startschiff ist eine kleine Hütte an Land, von der aus die Startlinie bis zum variabel verlegbaren Pin verläuft. Bis an´s Starthäuschen lässt es sich aus diesem Grund auch nicht herankommen, da irgendwann uferbedingt Schluss ist. Der See ist typisch Alpensee aber sehr klar, sodass man sich genau anschauen kann an welchem Stein man sich das Schwert oder sein Ruder kaputt fahren will. Das scheint aber glücklicherweise keinem passiert zu sein. Windbedingt wurde es zunächst am Häuschen immer recht eng und dann ging es langsam die Linie herunter bis zum knall.

Oftmals mit einem zunächst wunderbaren Anlieger Richtung Luvtonne (Kurs Nord), kam´s dann aber trichterbedingt zu Ausreißern in beide Ecken des See´s mit unterschiedlichen Ausgängen.
Wettfahrt 1 beendete Dirk vor Jürgen und mir, so wie ich es erwartet hatte war Dirk als Titelverteidiger schnell in Gang gekommen und hatte sich knapp absetzen können, auf den Raumgängen nichts anbrennen lassen und somit verdient gewonnen. Ich für meinen Teil war ganz zufrieden für die erste Wettfahrt auf dem neuen Revier.
In Wettfahrt 2 gab es dann größere Windschweinereien so dass sich der Schweizer Rolf und der Fruchtzwerch in einem unbeobachteten Moment zusammen mit Ortwin absetzen konnten, uneinholbar Ihre Bahn abfuhren und ich als vierter das Verfolgerfeld anführte.
Wettfahrt 3 sollte die letzte für diesen Tag sein. Ich erwischte wieder einen ganz passablen start und konnte mich mit Dirk zusammen etwas vom Feld absetzen. Als erster um die Tonne 1 dicht gefolgt von Dirk ging mir leider der Schekel vom Baumniederholer auf (den hätte ich wohl lieber mit der Zange festziehen sollen). Total genervt von der Tatsache, endlich an Position 1 liegend auch noch Materialbruch zu haben spornte mich das aber irgendwie an. Dirk kam zwar sehr nah, aber eben nicht vorbei, obwohl der Baum total dämlich hoch hing und mir das dann nach der Halse auf dem längeren Vorwindgang definitiv den Platz gekostet hätte. Ich also mit den Fußspitzen steuernd auf Deck gelehnt, mit dem Ersatzschenkel (den sollte man immer dabei haben) das Problem gelöst und dabei sogar noch von Dirk abgesetzt. Wow, wer hätte das gedacht. In Warnemünde wäre das das Aus gewesen. Bis zur Tonne 3 konnte ich mir einen sehr komfortablen Abstand ersegeln, Dirk wurde von den Verfolgern langsam eingeholt und plagte sich auf der anschließenden Kreuz mit den Verfolgern rum. Den letzten Raumganz in Führung liegend hieß es Nerven behalten, dass ging bis zur Hälfte des Kurses, als der Wind einschief, auch gut. Wie es kommen musste kam es auch. Das Feld holte von hinten auf, ich ganz rechts liegend konnte zuschauen, wie mich ein Pulk von 4 Booten einholte und war dann auch noch außen. Glücklicherweise konnte ich mich dann mit ein wenig Wind wieder an zweiter Stelle liegend auf die Innenposition schieben und diese auf dem anschließenden Anlieger ins Ziel halten. Die Wettfahrt gewann Jürgen, nach mir kam Dirk und das war der Beginn und die Stärkung des Selbstbewusstseins von Jürgen. Er gewann im laufe des zweiten Tages noch zwei weitere Rennen plus einen dritten Platz und sicherte sich dadurch mit einem Abstand von 11 Punkten zum zweiten Rolf Eichenberger SUI 64 den Sieg des 41. OK Meetings in Davos. Gratulation.

Der zweite Tag ist aufgrund der widrigen Windverhältnisse leider nicht weiter erwähnenswert da unberechenbar. Ich kann mich erinnern, dass wir auf einer Kreuz mehrfach Winddreher von 180 grad hatten, man sich somit nicht sicher sein konnte, ob man nun lieber noch ordentlich vorhalten sollte um ggf. bei einem weiteren Winddreher noch die Luvtonne anliegen zu können, oder ob man die Segel ganz auf macht um vorm Wind zur Luvtonne zu segeln. Jürgen hat das an diesem Tag super hinbekommen. Die anschließende Siegerehrung im Club, direkt am Strandbad des Sees war sehr schön, es gab tolle Sachpreise aus dem schweizerischen Bergland und die Organisation der Regatta durch Gian und seine Frau war aller Ehren wert. Sie erledigen den gesamten Aufwand vor während und nach der Regatta ausschließlich zu zweit, dass ist ein besonderes Lob wert. Auch das nette Beisammensein am Samstagabend, mit Rotwein und Risotto, war wunderbar. Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Regatta die selbstverständlich weniger von den Windbedingungen, als viel mehr von dem drum herum bei fantastischem Alpenpanorama lebt. In diesem Jahr auch mit sommerlichen Temperaturen, Sonne satt und Baden im See. Auf jeden fall eine Reise wert. Wenn es nächstes Jahr irgendwie wieder passen sollte, komme ich wieder.
Vielleicht bietet sich ja eine Fahrgemeinschaft mit einigen Nordlichtern, es lohnt sich.

Bis zum nächsten Jahr
Andreas GER-760

Bericht vom Bodensee Cup 20-21.06.2009
Das "Kreuz" mit dem Süden
( Stille Tage in Überlingen)

Die Meldungen der OK-Segler, für die Regatta, gingen leider nicht so zahlreich ein wie gewünscht. Die Lady (Dame) hat sich dann auch noch geziert und der Schnee in den Bergen hat die "Alpinen Schlawiner" scheinbar auch abgehalten - und so waren´s denn nur 8 Teilnehmer ! Na ja - dafür hatten´s wir etwas ruhiger …
Der Club ist schön gelegen, Hafen Ost (erster Jachthafen kurz vor Überlingen im Teilort Nussdorf) und hat eine nette Atmosphäre.
Am Samstag Morgen trafen die OK`ler dann nach und nach ein. Zwei neue Gesichter aus Stuttgart - Birgit und Peter - waren auch dabei und hatten Ihren Spaß. Herzlich willkommen in der OK-Klasse im Süden.
Nach kurzer Stärkung und einer Tasse Kaffee ging´s dann auf die Regattabahn. Der Wind kam etwas nördlicher den Nordwest, aber dafür mit 2-3 Stärken.
Die erste Wettfahrt führte Stefan vom Start weg an, gefolgt von mir und dahinter als Dritter Stefan´s Club-Kollege Reimar.
Ich konnte die Distanz zu Stefan anfänglich halten, aber mit etwas abnehmendem Wind auch nicht mehr wirklich verkürzen.
Stefan hat übrigens seit neustem die Rennsemmel von unserer " Granddame de OK" des Südens - Marion - übernommen, die "materialtechnich" doch einiges Bessers zu bieten hat als der Rest des Feldes und so hoffte ich auf Stefans "Achillesferse - bzw. daß der alte Buckel - Kreuz - schlapp macht beim Hängen. Leider nix zu machen der Wind schwächelte in Richtung 1-2 und drehte und wir haben nur noch rauf und runter zu fahren und keine richtige Kreuz mehr.

Die 2. Wettfahrt ging mit - vorab um ca. 20 ° verlegten Bojen - mit 2 Windstärken los und ich lag etwas schlecht beim Start, während Stefan und Reimar sich gut behackten und dicht bei dicht liegend vom Start weg um die Führung rauften. Auch in dieser Wettfahrt kam es zu einem kräftigen Dreher und damit zum selben Einbahnfahren bis ins Ziel. Stefan wurde erster gefolgt von Reimar und dann kam "Ei mit Spinat" (ich) ins Ziel, dicht gefolgt vom "Chinesen"- sichen - Kahn aus Sturgett.

Die dritte Wettfahrt war vom Verlauf ähnlich der zweiten was die Windverhältnisse betrifft, nur der " Chinese" hat einen Superstart hingelegt und war glaube ich soweit meine alten Gucker das hergaben - glaube ich - zeitweise richtig gut dabei auf Platz 1 bis 2 liegend.
Am Ende war Stefan vorne gefolgt von der "Tschunke", dritter Reimar, dann "Ei mit Spinat".
Das war´s dann für den Samstag und wir gingen zum gemütlichen Teil für diesen Tag über.

Am Sonntag gab´s dann leider nur schwachen Wind der sich nicht stabilisieren wollte. Nach einem kurzen Streifschuß - Randzone eines Hinterlandgewitters - war dann auch Schluß so gegen 14:00 ohne Wettfahrt und es ging nach dem Aufladen zur Siegerehrung.
Sieger war eindeutig Stefan vor Reimar und mir.
Unsere Lady im Feld hat sich auch ganz gut geschlagen - ich denke es war Ihre erste OK-Regatta - also auf zu den nächsten Events ( Davos und Konstanz ) und nicht nachlassen.
An den Veranstalter ein herzliches Dankeschön und ein Versprechen, dass wir diese nette und gelungene Veranstaltung nächstes Jahr wieder gerne wahrnehmen - hoffentlich mit etwas mehr Teilnehmern.
Ich hoffe in Davos sieht man mich dieses Jahr auch mal wieder. Die Schweizer sind uns allen auch willkommen.
Toll wäre es wenn ich mal die Wiener wieder sehen würde - letztes Jahr, habe ich gehört, waren zwei da bei dieser tollen Regatta ( 40 Jahre Davos ).

Also
Bis bald
Ortwin
G xxx
Samstag 3 Wettfahrten
Sonntag nach kurzem Gewitter Flaute



Bericht zu 40 Jahre OK Regatta in Davos

oder
Papa, warum müssen wir eigentlich immer eine OK Jolle mitnehmen, wenn wir in Urlaub fahren?



Seit einigen Jahren hatte ich schon den Wunsch, an der OK Regatta in Davos teilzunehmen. Diese beliebte Regatta in den Schweizer Bergen, die ihr 40 jähriges Jubiläum feiert. Also wurde die Urlaubsplanung danach ausgerichtet. Eine Tour durch Deutschlands Süden und die Schweiz mit dem Höhepunkt (1550m) auf dem Davosersee, insgesamt 3000km in 3 Wochen Urlaub und alles möglichst kinderfreundlich. Wir waren an einigen Seen zum baden, aber das Boot wurde nur in Davos vom Dach geholt.

In Davos angekommen wurden wir erst einmal von dem in unserem Urlaub üblichen Abendgewitter begrüßt. Also ganz schnell das Zelt aufgebaut und alles trocken. Nicht ganz, denn wir bekamen die tiefste Stelle auf dem Platz und der Abfluss war ein klein wenig höher. Nachts trudelten dann auch schon einige Schweizer und Österreicher Segler ein. Die Deutschen kamen fast alle erst am Freitag vormittag kurz vor dem Start. Thorsten und Christian aus Köln hatten Probleme mit ihrem Fahrzeug, welches aber zumindest den Weg die Berge hoch geschafft hat und zurück geht es ja nur bergab. Charlie fuhr erst morgens in Brandenburg los. Das ist ein bisschen knapp, wenn man mittags in Davos segeln will.

Insgesamt waren wir 17 Boote, 10 Wettfahrten waren angesetzt und wurden auch gesegelt auf einem Zick-Zack-Kurs. Freitag bei grauem Wetter hatten wir 2-4 BFT und schafften zügig 4 Wettfahrten. Hier zeigte sich Dirk gleich mit 2 Siegen in den ersten Wettfahrten souverän und übernahm die Führung. Die anderen beiden Wettfahrten gewannen Thorsten und Christian. Abends ging es dann mit dem Bus in ein Restaurant, wo wir bei Wein oder Bier in netter Runde Schweizer Spezialitäten genießen durften. Dazu gab es historische und aktuelle OK Bilder vom Davosersee.

Am Samstag segelten wir bei Sonne und 2-3 BFT wieder 4 Wettfahrten. Gewonnen wurden sie von Dirk, Stefan, Jürgen und Thorsten. Heute war ein Tag, an dem man dieses auf einer OK Regatta einzigartige Alpenpanorama genießen konnte. Bei dem leichten Wind ließ man sich hierdurch nur zu gerne vom Segeln ablenken, was sich in den Plazierungen niederschlug. Einzig Dirk ließ sich nicht ablenken und lag vor den abschließenden Wettfahrten klar in Führung vor Thorsten. Nach den Wettfahrten gab es ein leckeres frisch zubereitetes Risotto im Clubhaus. Wein hatte sich als Getränk eindeutig durchgesetzt. Zu unserem Erstaunen wurde uns durch den souveränen Wettfahrtleiter Gian Giovanoli mitgeteilt, dass die Corsair Klasse besssere Starts fährt als die OK Klasse. Unglaublich, aber die aktuellen Startvideos waren eindeutig. Trotzdem durften wir weiter als erste Klasse starten und beweisen, dass wir es besser können..

Am Sonntag war echtes Sonntagswetter mit bis zu 25°C. Die Badehose wurde rausgeholt. Leider auch am Starthaus, denn der See war spiegelblank. Irgendwann so gegen 13:30 Uhr ist dann irgendwo ein Hebel umgelegt worden und wir hatten gleichmäßige 2 BFT. Leider hatten Thorsten und Christian schon eingepackt, um bergab wieder Richtung Köln zu rollen. Auf dem Wasser hatten wir 2 Wettfahrten bei besten Tümpelflitzbedingungen. Das Feld wurde gut durchgemischt. Die erste gewann Stefan und in der zweiten hat Karl-Hans es in seiner letzten OK Wettfahrt geschafft, uns noch einmal allen das Heck zu zeigen.

So gewann Dirk am Ende deutlich die Gesamtwertung vor Stefan und mir. Es war ein tolles Erlebnis, an dieser netten Regatta teilzunehmen. Nicht umsonst kommen seit 40 Jahren die OK Segler gerne hierher. Wir hatten an allen Tagen sehr gute Segelbedingungen, das Rahmenprogramm war super und diesen ungewöhnlichen Zick-Zack-Kurs könnten wir in Segeberg eigentlich auch mal ausprobieren. Ein herzliches Dankeschön an Gian und seine Familie für die tolle unkomplizierte Organisation und Wettfahrtleitung. Man sollte hier unbedingt ein paar Tage mehr mitbringen und das Fahrrad sowie den warmen Schlafsack auf keinen Fall vergessen. Und die OK Jolle kommt auch wieder mit in den Urlaub, wenn ein tolles Revier ruft.

GER 726
Jörg



Bericht vom 2. Einhand Cup am Silbersee


Die Fahrt zum Silbersee, oder ab wann es sich lohnt, in ein NAVI zu investieren.

Einen Ausdruck aus dem ADAC Onlineführer auf dem Beifahrersitz und einem vollen Tank, machte ich mich Freitagabend auf den Weg nach Bobenheim/Roxheim ?!?! zum Silbersee. Kurz vor Mannheim am Viernheimer Dreieck abfahren, oder war es doch am Viernheimer Kreuz??? Zu dunkel, zu spät, vorbeigefahren. Nach einem Nächtlicher Besuch des hellerleuchteten Bayerwerks (man ist das riesig) einigen Autobahnen weiter und 2 Stunden später, endlich am Silbersee.
Hunger!! Nach Auskunft der Dorfjugend gab es eventuell noch ein Chinarestaurant was offen haben könnte. Dort gab es noch zwei Frühlingsrollen, leider außer Haus (im Auto). Am See war noch keine OK zu sehen, vielleicht sind ja alle im Clubhaus? Und tatsächlich, es brannte noch Licht. Beim Eintritt, unbekannte Gesichter, doch nach einigen Erklärungen, bekam ich von einem Mitglied den Vereinshausschlüssel und konnte mich in einem der Zimmer einquartieren.(noch mal vielen Dank dafür). Morgens beim Frühstücken, die Tür ging auf und das bekannte Gesicht von Ortwin blickte mich an, schon zu zweit! Zusammen mit Michel, den wir am See trafen, führen wir dann nach Worms. Kleine Stadtbesichtigung im Regen.(nettes Städtchen) Als wir dann wieder am See waren, wurde es so langsam voller, das Wetter aber deswegen nicht besser. Dieser rote Schlamm ist wirklich hartnäckig. Nach einer Startverschiebung, wurde es dann beim Slippen auf einmal richtig hektisch. Start der Finn`s in 15 Minuten und die Hälfte des Feldes noch an Land.
Beim Start war dann noch ein Drittel an Land und nach lauthalsen Protesten wurde die Wettfahrt dann doch abgebrochen. Beim zweiten Versuch ging dann alles glatt und die Gemüter beruhigten sich wieder. Unser erster Lauf bei 1 bis 2 Windstärken lief richtig gut, Dirk fuhr eine Start- Zielsieg und bis kurz vor Ende konnte ich auch meinen Verfolgerplatz gut behaupten. Letztendlich schoben sich Michel und Jürgen dann aber noch an mir vorbei und so war es dann der 4 Platz. Da der Tag schon fortgeschritten war, entschied sich die Wettfahrtleitung die weiteren Wettfahrten auf Sonntag zu verlegen. Samstagabend im Clubhaus, lecker gegessen, getrunken und nette Geschichten erzählt. Am Sonntag war das Wetter dann richtig traumhaft, der erste Vorgeschmack auf den Frühling. Bei 2 bis 3 Windstärken, und drehenden Winden, wurden noch zwei schöne Läufe gesegelt. Reiner, noch mal sorry, war schon recht knapp an der Luvtonne. Den zweiten Lauf gewann Jürgen und den dritten dann wieder Dirk, der damit dann auch die Regatta für sich entscheiden konnte.
Ein super Kuchenbuffet im Clubhaus, die anschießende Siegerehrung und eine Flasche Wein im Gepäck, rundeten ein schönes Wochenende ab. Vielen Dank an Dirk und die anderen Helfern, es wäre schön wenn die Regatta im kommenden Jahr wieder stattfindet und der ein oder andere auch den Weg dorthin finden würde.
PS: Habe mir in der letzten Woche ein NAVI zugelegt.
Heiner
Silbersee 2008





Die Entstehung der Trophy:


Ein Pokal sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkle zu treiben und ewig zu binden
Im Lande des Bodan, wo die Schatten drohn




Im Land fremder Wesen wurde sie geboren, die dunkle Idee einer trimagischen Regatta, an deren Ende jährlich ein neuer Champion stehen sollte. Als Stefano Beutlin vom Bodan ankündigte, sich mit der Idee des trimagischen Pokals zu befassen, begann in Bodaningen erregtes Getuschel. War es doch allen klar, dass es im OK – Ministerium für schwarze Segelkünste erboste Gegner solch subversiver Aktivitäten geben wird.
Schnell verbreitete sich die Nachricht derlei dunkler Absichten ins Lande gen Norden, nahe der Stadt Kolonia und über deren Grenzen hinaus auch zu den Reitervölkern im Osten. Schon früher war von dort zu hören, „lasst sie ihre Probleme alleine lösen“. Botschafter aus dem Lande des Bodan und angrenzender Reiche wurden nicht gehört und kehrten stets hoffnungslos von dort zurück. Dirk von Beautingen, schon vor über einem Jahrzehnt den Reitervölkern im Osten entronnen, suchte daher die Allianz mit den Völkern der Mitte und des Nordens.

Man muss wissen, dass man seit der Rückkehr Stefano Beutlin vom Bodans in die Gilde der Einhandsegler nicht aufgehört hatte, sich über ihn zu wundern. Vorbereitet durch Marion Rücklin von Rückenwind gelang ihm 2003 der harte Schlag in seinem ersten Kampf gegen die Dynastie der Bodaninger. Die Jahre vergingen und es kam zur Bruderschaft mit Dirk von Beautingen, der einst vom Führer östlicher Steppenvölker, C. Gerizkowac, zum OK-Segeln versklavt wurde. Keiner Macht und keiner Frau gelang es seither, ihn von dieser nahezu unerträglichen Last zu entbinden, den Fluch zu besiegen. Beide spürten die Bürde, die ihnen auferlegt ist und suchten weiter nach Verbündeten, mit dem Ziel, ihr Leid zu teilen und den Völkern im Norden und Osten entgegen zu treten.

Michel de Luxingen. Seit Jahrzehnten Händler des berühmtesten Heilkräutermagiers Mittelerdes, Rati O’ Pharm, gesellt sich als Dritter zum Bunde der Verdammten. Er ist es, der als „Flexer“ bekannt ist, die Metalle beherrscht und über die Kräfte verfügt, einen Pokal zu schmieden, der künftig das Schicksal seiner Besitzer bestimmen wird, sie binden wird und knechten und ihnen die Freude am Leben ohne Segeln nehmen wird. Er ist es, der die Goldadern kennt, den Augen des normalen Sterblichen verborgen, die ihm das Material liefern, den Pokal in den Feuern Luxinger Schmieden zu formen.

In dieser Zeit kundschaftet Dirk von Beautingen das Reich der Roxinger aus und stieß auf zwei verfeindete Stämme, die um die Wasserrechte eines Silbersees kämpfen. Dem einen gelang es schon lange, den Herrscher des Sees zu besänftigen und machte sich Hoffnungen auf dessen schöne Tochter, der andere kämpfte ums nackte Überleben gegen die dunklen politischen Mächte seiner Region. Sollte es ihm künftig möglich sein, seine Kinder in den den Wassern des Silbersees zu baden, wäre dies nur mit der Gnade des Herrschers und seiner verbündeten Stämme möglich. Wie es Dirk von Beautingen gelang, den Stamm der Roxinger und der Frankenthaler an ein Feuer zu bringen, wird für immer ein unergründliches Geheimnis bleiben. Stimmen behaupten, die Tochter des Herrschers sei im Spiel gewesen, was Dirk von Beautingen bis heute bestreitet. So sollte der Silbersee erster Schauplatz des Kampfes um den trimagischen Pokal werden. Hier sollten erstmals die Reitervölker des Ostens,die Stämme der nördlichen Regionen von den Unerschrockenen des Reiches Bodans zum Kampf um den trimagischen Pokal herausgefordert werden.

Ende des ersten Teils ,





Bericht Imperia-Cup 2007
Seit ich in meinem Verein die Patenschaft für dieses Boot übernommen habe, treibt es mich immer wieder zu den OK Regatten in meiner Umgebung. Diesmal zum Imperia-Cup nach Konstanz. Das ist meine vierte OK Regatta und die erste in diesem Jahr. Ich musste doch wenigstens das neue Segel, welches Alexander Hirsch für den ASVS von meinem Namensvetter gekauft hat, aus probieren. Also haben Alexander und ich am Donnerstag die Boote verladen und uns am Freitag, bzw. Samstag früh in Richtung Bodensee aufgemacht. Mein Versuch am Freitagnachmittag endete wenige Kilometer hinter Stuttgart. Es waren noch vier weitere Staus auf der Strecke angesagt und ich hatte bereits 1,5 Stunden für die ersten 30 km gebraucht. Also bin ich wieder direkt nach hause gefahren und hab noch mal drüber geschlafen. Am Samstag sah alles viel besser aus. Und das ich so viel zu früh war, war auch kein Fehler. Es gibt nicht besonders viele Parkplätze am Verein. Für meinen Bus habe ich einen legalen Platz in einer Seitenstraße gefunden, das Boot hat einen guten Startplatz an der Promenade bekommen. Da so wenig Wind war konnte ich mich gemütlich auf den Segeltag einstimmen. Gegen Mittag setzte dann ein leichter Wind ein, der sich jedoch auf die Uferregion beschränkte. Der Wettfahrtleiter legte eine Up and Down Kurs dicht am Ufer aus. Leichtwind ist eigentlich nicht so meine Stärke, doch an diesem Wochenende klappte alles sehr gut. Ich konnte mich noch an das letzte Jahr erinnern, wo ich eine relativ starke Strömung bemerkte. Diese ist am Ufer etwas schwächer und somit war für mich klar es geht über links. Vielen Dank an Dirk, der das Feld auf der zweiten Kreuz mit nach rechts nahm und mir so den ersten Platz sicherte. Ich weiß nicht was mich im zweiten Lauf gebissen hat, aber ich wollte es unbedingt über rechts probieren. Einmal ist es gut gegangen, dabei hätte ich aber belassen sollen. Der zweite Schlag nach rechts hat mich den zweiten Platz im zweiten Lauf gekostet. Den Fehler habe ich nicht wiederholt. Für Thorsten war der vierte Lauf wohl zu viel. Er saß träumend in seinem Boot. Und plötzlich, platsch, weg war er. Das Aufrichten dauerte eine Weile, weil es nicht tief genug war für die Eskimorolle und auch noch Druck im Groß war oder hat nur das Flautengummi den Baum gehalten? Am Abend gab es Chili und für jeden ein Freigetränk. Es wurde noch lange gequatscht. Der Sonntag begann genau wie der Samstag. Nebel, Flaute und ein schöner Sonnenaufgang, hinter dem Nebel selbstverständlich. Natürlich kam der Wind auch etwas später, aber es reichte um die fehlenden zwei Wettfahrten durchzuführen. Nach einem etwas verpatzten Start kämpfte ich mich vor. Vorm Wind ging die Kiste richtig vorwärts, so das ich mich auf den 5. Platz vorarbeiten konnte. Zwei Boote vor mir hatten einen kleinen Zweikampf und vergaßen mich dabei. Mit Dirk wurde es dann auf der Ziellinie noch richtig knapp. Geschätzt war mein Vorsprung eine Handbreit, mehr nicht. Wie Am Samstag auch, wurden wir öfter von den Lasern aufgehalten. Ein paar überladene Radials fuhren hoffnungslos hinterher und wir mitten rein. Grob zusammen gefasst, war es ein super Wochenende mit sehr fairen Wettfahrten, einer sehr guten Wettfahrtleitung und tollem Wetter.

Viele Grüße
Ingo Bleich
(der mit dem orangenen Boot mit blauem Deck)

p.s.: nicht verwandt mit Stefan
p.s. 1: Dirk, ich verkaufe immer noch nicht!




39. Davoser OK-Meeting, 11. / 12. August
Dirkowa lista Zameldowan nosi od kilku dni niesamowita niespdzianke: Zameldowalo sie czterech polskich zeglazy! Uwiezyc chcielismy dopiero wtedy, gdy ich rzeczywiscie zobaczymy w sobote na wodzie. 1200 km drogi zeby przyjechac nad davoskie jezioro, na regate. Na szczescie, jeszcze istnieja, ci prawdziwi, solidarni OK-Zeglarze! Na starcie jest 17 Zaglowek. W porownaniu do minionych lat to przyrost o 100%. Cztery Narodowosci biora udzial w Regacie, jaka Szansa, przez wspolne sportowe aktywnosci przyczynic sie do rozwuju Europy bez granic. Rowniez jezykowo szlo na wodzie wszystko od samosci ("come on Janusz, you have to kringel now..."). Od poczatku pokazali nam nasi polscy zeglaze, kto wiecej trenowal. Jacub Kayna zeglowal, zaraz w poczatkowej rundzie z wielkim dystansem do reszty, pierwsze miejsce. Tyko Dirkowi udalo sie polska Armade troche "zmieszac", ale i on musial w dalszym przebiegu Regaty bez zazdrosci przyznac, ze w Polsce znaja sie na zeglarstwie.

" Dirks Meldeliste weist schon seit Tagen eine unglaubliche Überraschung auf: vier polnische Segler haben gemeldet. Glauben wollten wir es erst, als wir sie tatsächlich am Samstag auf dem Wasser gesehen haben. 1200 Km Anreise für eine Regatta auf dem Davoser See. Es gibt sie noch, die wahren, solidarischen OK-Segler! Jetzt sind 17 Boote am Start. Im Vergleich zu den letzten Jahren eine Steigerung um 100 %. Vier Nationen sind vertreten, welche Chance, durch sportliche Gemeinsamkeiten ein Europa ohne Grenzen zu fördern. Auch sprachlich gelang das auf dem Wasser auf Anhieb recht gut ( „come on Janusz, you have to kringel now...“ ).
Von Beginn an zeigten uns unsere polnischen Segelfreunde, wer hier am meisten trainiert hat. Jacub Kania segelte gleich im ersten Lauf mit großem Abstand einen Sieg ein. Einzig Dirk gelang es noch die polnische Armada samstags etwas aufzumischen, aber auch er musste neidlos in den meisten folgenden Rennen erkennen, dass man in Polen zu segeln versteht.

Der Wind war phantastisch, setzte pünktlich um 12.00 Uhr mit drei Bf. ein, obwohl es heute ausnahmsweise bewölkt war. Zugegeben, kleine Dreher gab’s mal, aber die wurden wohl nur von unseren polnischen Freunden bemerkt und ausgenutzt. Gian Giovanoli gelang es, uns unmittelbar nach jedem Rennen wieder auf die Bahn zu schicken, ohne dass es zu Verzögerungen oder Behinderungen durch die ebenfalls teilnehmenden Corsaire kam. Bis 17.00 Uhr hatten wir vier Läufe geschafft. Mehr ging nicht. Schließlich wollten wir auch die Völkerverständigung an Land üben. Das Essen in der Hütte des Vereins am See, von Gian und Frau mit Liebe für Segler zubereitet. Ein Energieschub den jeder brauchen konnte, war doch allen klar, dass es morgen nicht leichter werden wird. Das Ergebnis des heutigen Tages zeigt Jacub an der Spitze, danach kommen Dirk und ich. Für Stefan und Michel sind noch alle Möglichkeiten offen. Dass man in Polen wenig Alkohol trinkt und früher schlafen geht wussten wir noch nicht, bekamen es aber am nächsten Morgen zu spüren. Der eine schon beim Aufstehen ( der 99-er Pinot war wirklich herausragend gut ), der andere auf der Bahn ( die Polen waren nämlich auch herausragend gut ). Wie schon gesagt, die Völkerverständigung klappte, Pulli und Pumpi wurden dreisprachig ermahnt und es kamen noch drei Wettfahrten bei strahlendem Sonnenschein, drei Bf. auf einem blau glitzernden See, umgeben von den teils schon Schnee bedeckten Gipfeln der Zweitausender und einem strahlenden Stefan im letzten Rennen zustande. Das Ergebnis dokumentiert den Lohn konsequenten Verzichts, einer gesunden Lebensweise, vor allem aber die Einstellung, keine Chance einer guten Regatta auszulassen. Immer wieder konnten wir uns mal zwischen zwei führenden polnischen OKs am Ende eines Rennens wieder finden, ganz cool auch Karl – Hans im sechsten Lauf, das Endergebnis zeigt jedoch eindeutig Jacub und Janusz an der Spitze.

Die Siegerehrung wurde wie immer angenehm von Gian gestaltet. Es gab Köstlichkeiten der Region für jeden. Unseren polnischen Segelfreunden danken wir herzlich. Ihnen steht eine lange Heimreise bevor. Wir nehmen uns vor, im kommenden Jahr eine Regatta in Polen zu besuchen(!).
Das OK-Meeting 2008 wird im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums stehen. Aus diesem Grund sei hier schon angekündigt, dass die Regatta um den Freitag verlängert wird. Die Feierlichkeiten werden über den Winter geplant, Vorschläge zu unserer multikulturellen Party am See, vor allem die, die eigenhändig in die Tat umgesetzt werden, sind jederzeit willkommen. Den Teilnehmern schon hier die ersten Tipps für die Anreise: die Investition einer Vignette ( im August günstig bei Ebay zu ersteigern ) rentiert sich. Locker ist eine ganze Stunde gespart, wenn man von Norden kommend, die Autobahn über Basel und Zürich nimmt.

Bis dahin alle guten Wünsche,
Jürgen GER 643
( Mit einem herzlichen Dank an Bozena Scharf für die Übersetzung des ersten Absatzes ins Polnische ) .







Bodensee Cup vor Überlingen 23.06 – 24.06.07
2. Lauf zur Swiss/German Trophy 2007


Die Wetterankündigungen für dieses Wochenende ändern sich schon seit Tagen nicht mehr: Samstag 3 bis 4 Bf, in Böen 7. Das heißt, kräftig Butterbrote einpacken. Ich reise freitags an. Bei 26°C ist von dem bevorstehenden Starkwindwochenende noch nichts zu spüren. Nach Stockach liegt er dann plötzlich da, der BODAN, wie ihn die hier noch lebenden Eingeborenen nennen ( Stefan, einer ihrer prominentesten Vertreter, hat uns diese Regatta beschert ). Eine schwarze Wolkenfront hinter den Bergen lässt vermuten, dass eine heftige Änderung des noch beschaulichen Wetters bevorsteht.
Für die, die in Heimatkunde nicht aufgepasst haben: insgesamt stehen uns für unsere Regatta eine Wasserfläche von 536 Quadratkilometern zur Verfügung. Der See ist damit so groß, dass das andere Ufer ca. 80 Meter unter der Horizontlinie liegt. Berüchtigt sind hier die Föhnwinde aus den Alpen, die das Rheintal herunterkommen und eine Welle, z. B. im Sommer 2006 von 3, 50 m aufbauen. Der See ist Trinkwasserspeicher, es erübrigt sich also, Wasserflaschen ins Boot mitzunehmen ( Ihr merkt sicher ich werbe….Liebe Brüder und Schwestern im Osten, Ihr dürft jetzt reisen, auch Ihr, nördlich der Mainlinie…).
Der Empfang im Club ist äußerst freundlich. Vom gerade beendeten Weekendrace ist noch genug zu Essen da, sofort hilft man mir das Boot abzuladen und stellt ausreichend Platz für Zelt, Auto und Trailer zur Verfügung. Bald treffen auch schon die ersten Mitsegler ein. Stefan mit Fans ( noch mal: wer neue OK-Segler wirbt, sollte eine Beitragsrückerstattung kriegen). Wir haben 12 gemeldete OK-Jollen. Das gelingt nur durch Stefans Werbung für unsere Klasse in der Region. Als Eingeborener kennt er natürlich auch die besten Lokalitäten, in die wir uns zu gemütlichem Abendessen dann bald zurückziehen. Auch Beauty Dirk reist bald an und ist eigentlich nur enttäuscht, dass er schon wieder kein Öttinger vom Fass hier kriegt. Angesichts der bevorstehenden Strapazen landen alle schon vor Morgengrauen in der Koje. Samstags zeigt sich dann die Qualität des Deutschen Wetterdienstes. Es fehlt nichts an der Vorhersage, außer den angekündigten Schauern. Bis 11.00 Uhr haben wir stramme 4-5 Bf und gehen raus. Die Welle kann hier zwar keine 3.50 m aufwerfen, ist für uns Tümpelsegler jedoch eine große Herausforderung. Zusammen mit Lasern und Europes sind wir 77 Boote auf dem Wasser. Man sieht jetzt schon mehr gekenterte Laser als Lasersegel. Von uns 12 Ok-Seglern sind nur sieben Mutige am Start. Der Rest hält sich bereit, am Strand erschöpfte Jollensegler zu reanimieren.
Der Start gelingt und ich ärgere mich, dass ich mich dauernd in der Welle festfahre. Beauty Dirk mit neuem Landenberger Designer - Klamotten heizt mit unglaublich mehr Speed an mir vorbei. Unendlich lang ist die Kreuz, aber ob ich mich auf den Vorwindkurs freuen soll, weiß ich eigentlich auch nicht. Der Raumschotkurs ist sehr kurz. Ich fahr lieber noch ein Stück weiter und mach dann eine Kuhwende. Die Böen sind heftig und ich versuch eigentlich nur noch oben zu bleiben und nicht abzustürzen. Irgendwie erreiche ich mit Rolf die Leetonne und denke, wie schön ist es doch an der Kreuz. Auf diesem Schlag verabschiedet sich dann Rolf. Er lässt sich sein Frühstück noch einmal durch den Kopf gehen. Irgendwann ist auch Karl-Hans Göhring wieder Richtung heimatlichem Strand gefahren. Und immer wieder diese „Waldbeere“ mit Neueinsteiger Reimer mir hart auf den Fersen. Dafür hätte ich mir kein neues Boot kaufen müssen, dass mein Altes mir um die Ohren fährt. Bis zur zweiten Runde hat der Wind noch weiter zugelegt. Viele Regattateilnehmer gehen nach der Luvtonne erst mal auf lange Raumschotkurse Richtung Konstanz, um dann mit Kuhwenden irgendwie ohne Kenterung die Leetonne zu erreichen. Von den noch 5 Oks gewinnt Dirk souverän das erste Rennen vor Stefan, Alexander Denn und mir.
Bis zum nächsten Start vergehen 45 Minuten, die ich lieber auf dem Wasser verbringe, statt an den Leegerwallstrand zurück zu segeln. Beim zweiten Start sehe ich komischerweise nur Reimer mit seiner „Waldbeere“. Wir starten gemütlich, wundern uns jedoch, dass anscheinend alle anderen die Schnauze voll habe. Dann ist da plötzlich wieder dieser Beauty. Mit minutenlangem Rückstand beim Start heizt er mit seinen Designerklamotten zur Luvtonne und ist schon knapp hinter mir. Einen kleinen Vorsprung kann ich noch bis zur Leetonne halten, aber dann bin ich nach wenigen Metern gefressen. Irgendwann sehe ich ihn schon nicht mehr und denke, na wenigstens ein zweiter Platz und fahre nach dem Zieldurchgang zurück zum Strand. Hier erfahre ich, dass Dirk nach einer Kenterung das Boot(!) nicht mehr hochbrachte und Hilfe brauchte. Das dritte Rennen erspare ich mir, bin ich doch froh, zwei Läufe gut überstanden zu haben. Aber was ist das?! Reimer, der Newcomer geht alleine an den Start. Der kriegt die Nase nicht voll und steht eiskalt als einziger OK-Segler auch noch die dritte Wettfahrt durch. Respekt.
Die Sonne scheint, wir sind in angenehmster Umgebung und schmirgeln den Nachmittag bei eisgekühlten Getränken in einer der sonnigsten und schönsten Regionen Europas ab. Der See liegt glitzernd blau vor uns, im Hintergrund die Alpen, Relaxen, Wunden lecken…wie war das in Kiel gestern, kein Start wegen Flaute, Regen…?
Das Abendessen im Club war üppig und dem Wetter angemessen. Freibier, Nudeln und Gulasch bis zum Abwinken, Dessert, man reicht hier den Regattateilnehmern regelrechte Menüs. Ein besonderer Höhepunkt des Abends: Marion Rück stellt ihren Frischling Greta, die jüngste OK-Aspirantin vor. Den letzten Klönschnack der Nacht gab’s in der Strandbar ( wieder kein Öttinger vom Fass für Beauty Dirk ).
Am nächsten Morgen gibt’s nur leichte Brise mit Sonne satt. Gegen 11.30 Uhr laufen wir aus. Heute fehlt niemand. Alle kommen noch einmal auf die Kosten und werden für ihre Anreise belohnt. Die leichte Brise heute aus entgegengesetzter Richtung ist ausreichend. Nach dem Start sind zunächst alle in ähnlicher Position, da niemand weiß, welche Seite sich als die bessere herausstellen könnte. Ich halte mich zunächst in der Mitte und habe wohl damit das goldene Los gezogen. Nach der Luvtonne bleibe ich vorne, kann die Position bis ins Ziel halten und bin glücklich über meinen ersten Sieg.
Der absolut professionellen Regattaleitung muss an dieser Stelle besonders gedankt werden. Die Linien und Wendemarken lagen super, die Bedingungen wurden optimal genutzt, die Wettfahrten reibungslos durchgezogen. Der Wettfahrtleiter äußerte Respekt vor denen, die sich gestern entschlossen haben abzubrechen oder an Land zu bleiben. Wurden doch so Gefahren und riskante Bergungsaktionen erschöpfter Segler vermieden. Die Ok-Segler wurden als Neulinge dieser Regatta herzlichst aufgenommen und für das kommende Jahr wieder eingeladen. Es war ein Regattawochenende der Superlative, nicht zuletzt Stefans und Dirks Bemühungen um eine Ausweitung der OK-Aktivitäten im Süden zu verdanken. Wer das erleben will, ist herzlich zu den kommenden Events in Davos und Konstanz eingeladen.


Jürgen
OK 643





Einhand Cup Silbersee
1. Lauf zur Swiss/German Trophy 2007


Auch auf Baggerseen kann man sportlich segeln! da musste ich am letzten Wochenende im April feststellen. Nachdem Beauty Dirk über den Winter die Regatta in der Pfalz organisiert hatte, luden die beiden dortigen Vereine am Silbersee zum 1. Einhandsegler-Cup ein. Für die OK-Jollen sollte es zugleich noch die Auftaktveranstaltung für die Germany/Swiss Trophy sein die ja in diesem Jahr zum ersten Mal ausgesegelt wird. 22 Jollen hatten gemeldet, darunter auch einige Seggerlinge und Finn`s, doch die OK-Jollen stellten die stärkste Klasse. Auch international, da René extra zur Eröffnung der German/Swiss Trophy aus der Schweiz angereist war. Auch der schnelle Flexer Michel aus Luxemburg liess sich dieses Event nicht entgehen.

Nachdem wir alle den nicht ganz einfachen Weg zum Wasser gefunden hatten, gab es erst mal von unserem Obmann Dirk ein schönes kühles Oettinger - was will man mehr. Die Wetteraussichten für das Wochenende (Sonne pur und wenig Wind) liessen ja auf nicht so gutes hoffen. Aber es kam doch noch anders. Nach etwas Warten fing es am anderen Ende des See auf dem Wasser an zu kräuseln, die sehr gut organisierte Regattaleitung schickte uns auch gleich aufs Wasser, es dauerte auch nicht lange bis der Wind sich durchsetzte und das erste Rennen gestartet werden konnte.

Dirk rundete zugleich als Erster die Luvtonne, konnte sich auch gleich absetzten und gewann den ersten Lauf gefolgt von Michel und Jürgen, der mit seiner neu erworbenen OK schnell unterwegs war. Dirk muss wohl heimlich den Winter über auf dem Silbersee geübt haben, aber ob es ihm für die WM nützt wird sich zeigen. Leider flaute dann der Wind auch wieder ab und es war keine weitere Wettfahrt mehr möglich. Nachdem alle ihre Boote zugedeckt hatten ging es dann zum Club, wo wir dann bestens mit frisch gebackenen Flammkuchen verwöhnt wurden und noch so das ein oder andere Getränk zu uns nahmen.

Sonntag Morgen wieder sensationelles Wetter und die Frage nach dem Wind. Der Wind kam und wir konnten zur 2. Wettfahrt starten. Dirk erwischte es mal wieder am besten und rundete erneut als Erster die Tonne. Auf der Zielkreuz wurde es dann aber doch noch mal eng - ganz nach der Devise „Kein Vorsprung ist groß genug“ - als Dirk doch etwas zu weit links fuhr musste er noch mal ganz schön schwitzen, da ihn René und Jürgen fast noch vor dem Ziel geschnappt hätten.

Nun konnte auch noch die 3. Wettfahrt gestartet werden. Der Wind legte jetzt noch mal zu, so dass man auch ausreiten konnte. Dirk und ich sind am Start gut weggekommen und rundeten zusammen die Luvtonne, sehr knapp dahinter Jürgen. Irgendwie musste es mir und Jürgen an der Leetonne entfallen sein, dass in diesem Rennen die Tonnen an Steuerbord gerundet werden müssen. Leider hatte ich dies zu spät gemerkt und musste somit meine schöne 2. Position abgeben und die Tonne noch mal runden. Jürgen ging es nicht viel besser. Trotzt des Missgeschick konnte sich Jürgen durch eine taktische Meisterleistung an Dirk und Michel herankämpfen und sie sogar kurz vor dem Ziel überholen. Mein Respekt Jürgen. Oder liegt das an dem „neuen“ Boot?

Nach drei spannenden Wettfahrten war der 1. Einhand-Cup beendet und Sieger sowie Platzierte standen fest. Nachdem alle ihre Boote wieder verpackt hatten, ging's dann zur Preisverteilung in den Club, wo wir alle noch auf Kaffee und Kuchen eingeladen wurden. Somit hatte Dirk vor Jürgen und Michel die Regatta gewonnen. Fazit: Spannendes Revier, sehr gut organisierte Veranstaltung mit professioneller Wettfahrtleitung und sehr freundlichen Leuten. Es lohnt sich also im nächsten Jahr wieder an den Silbersee zu fahren.


Stefan
GER 691


Ergebnisse
1 GER 688 DAME Dirk 1 1 2
2 GER 643 ILLERS Jürgen 3 3 1
3 LUX 1 LESURE Michel 2 4 3
4 SUI 62 WALDMEIER René 4 2 4
5 GER 691 BLEICH Stefan 5 5 6
6 GER 580 HIRSCH Alexander 6 6 5
7 GER 88 KÖNIG Klaus 7 7 7
8 GER 643101 LEIDIG Peter 8 8 8